Mobilfunk-Initiativen Ostallgäu

Mobilfunk allgemein

Vorstellung: Verein für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte e.V.

Bei der Versammlung der Mobilfunk-Initiativen Allgäu in Betzigau am 25. Januar 2013 stellte Barbara Domberger (Vorsitzende) den Verein für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte e.V. vor und berichtete über den Alltag Betroffener.


Unterstützung erhält der Verein von Diagnose Funk und dem Bund Naturschutz. Die Probleme der Betroffenen sind existenziell, die Aktivitäten des Vereins leiden unter den chronisch kranken Mitgliedern und häufigen Todesfällen. Vorrangiges Ziel ist es



  • den Verein zu stärken

  • Rücksichtnahme gegenüber den Geschädigten einzufordern

  • Weiße, strahlungsfreie Zonen zu fordern

  • Elektrosensible zu sammeln, Einzelkämpfer zusammenzuführen und Interessen zu bündeln


Nähere Infos gibt es unter http://www.elektrosensibel-muenchen.de/

Befragung der MdL zu Themen rund um Mobilfunk

Blinde Kühe sind kein Spiel

Februar 2011 – Ankündigung


Vortragsreihe: “Blinde Kühe sind kein Spiel” oder Warum Grenzwerte nicht schützen


Vortrag Sturzenegger Landwirt Hans Sturzenegger berichtet in seinem Vortrag “Blinde Kühe sind kein Spiel” über die gesundheitlichen Probleme bei Mensch und Tier auf dem Rütlihof in Reutlingen bei Winterthur (Schweiz). Als 1999 eine Mobilfunk-Sendeanlage installiert wurde, folgte eine Serie von Erkrankungen an seinen Tieren. Jahrelang hat er alle Krankheiten sorgfältig dokumentiert, in enger Zusammenarbeit mit der Uni Zürich. Aber nicht nur die Tiere waren betroffen …


Termine:Ketterschwang – 23.02.2011, 20 Uhr, Landgasthof BremSeeg – 24.02.2011, 20 Uhr, GemeindezentrumBetzigau – 25.02.2011, 20 Uhr, Gasthof HirschEintritt frei – Spenden erbetenVeranstalter: Regionalgruppe Allgäu im Mobilfunk-Bürgerforum und Mobilfunk-Initiativen OAL


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Rückblick auf die Veranstaltungen in Ketterschwang, Seeg und Betzigau:


Zwischen 70 und 150 Zuhörern lauschten jeweils aufmerksam den Ausführungen über das Zustandekommen der Grenzwerte von Renate Marek, die geschickt durch den Abend führte. Denn nur wer versteht, warum unsere geltenden Grenzwerte viel zu hoch sind, wird auch die Leidensgeschichte der Betroffenen ernst nehmen.


Plakat Vortrag SturzeneggerDass Auffälligkeiten bei Tier und Mensch keine Einbildung sind, hat Landwirt Sturzenegger in den Jahren, in denen die Antenne auf seinem Hof stand, sorgfältig dokumentiert, begleitet von Professoren der Uni Zürich. Er konnte eindrucksvoll belegen, bei welchen Strahlenbelastungen Tierkrankheiten auftauchten, insbesondere Kälberblindheit. Er ist den leidvollen und kräftezehrenden Weg durch Ämter und Behörden, durch Verhandlungen mit den Betreibern, durch das Labyrinth der Paragrafen trotz Rückschläge und oft geringer Aussicht bis zu Ende gegangen und erreichte schließlich die Demontage der Sendeanlage. Seit nun der Sender abmontiert ist, sind auch die Krankheiten bei Mensch und Tier verschwunden.

Gründung des Dachverbands Diagnose Funk, Landesverband Bayern

Diagnose Funk2010


Beteiligung an der Gründung des Dachverbands Diagnose Funk, Landesverband Bayern


siehe: www.landesverbaende.diagnose-funk.de/index.php

Informationsstand in Füssen

Die Mobilfunkinitiativen Ostallgäu besetzten zusammen mit der Regionalgruppe Allgäu und dem überregionalen “Netzwerk Risiko Mobilfunk Bayern” in Füssen einen Stand mit neutralem Aufklärungsmaterial zum Thema Mobilfunk – als Ergänzung zum Informationsstand der Netzbetreiber IZMF.

Regionalmesse MIR in Kaufbeuren

Juni 2009


Informationsstand auf der Regionalmesse MIR in Kaufbeuren


Infostand auf der Regionalmesse MIRInformationsstand auf der Regionalmesse MIR:


Die Mobilfunk-Initiativen OAL – Kaufbeuren und die Regionalgruppe Allgäu im Mobilfunk-Bürgerforum e.V. nutzten die Regionalmesse MIR in Kaufbeuren, um Aufklärungsarbeit zu betreiben. Schwerpunktthema war die Strahlenminimierung, sowohl im Freien wie auch im häuslichen Bereich. Die Mitglieder der Initiativen stellten die verschiedenen Möglichkeiten der Strahlenminimierung vor, die von verschiedenen Kommunen im Landkreis bereits umgesetzt wurden (z.B. Mobilfunk-Minimierungskonzepte). Das Bestreben der Kommunen ist, sowohl die Versorgung mit Mobilfunk, wie auch Vorsorge vor möglichen Gesundheitsschäden sicherzustellen.


Infostand auf der Regionalmesse MIRGleichzeitig wurde auf kritische Strahlungsquellen im häuslichen Bereich (z.B. DECT-Telefone, W-Lan) aufmerksam gemacht. Unterstützt wurden die Initiativen von Baubiologen, die mit ihren Messgeräten die Strahlenquellen sichtbar bzw. hörbar machen konnten und aus ihrer Praxis berichteten. Besucher konnten ihre Elektrogeräte (DECT-Telefone, Laptop, Handy etc.) mitbringen, die am Stand auf Hochfrequenz-Aussendungen überprüft wurden.


Die Messe fand vom 26. bis 28. Juni 2009 auf dem Gelände des Allgäu Messe Center in Kaufbeuren statt.


Der große Zulauf interessierter Bürger und Bürgerinnen bestärkt die Mitglieder der Initiativen in ihrer Aufklärungsarbeit.

Umrüstung auf strahlungsarme Geräte für kreiseigene Gebäude

Januar 2009


Antrag an den Kreistag: Der Kreistag möge in kreiseigenen Gebäuden, wie z.B. Krankenhäusern, Altersheimen etc.



  • Schnurlos-Telefone nach DECT-Standard und

  • Funkverbindung mit dem Internet über W-Lan


ersetzen durch



  • Schnurlos-Telefone, bei denen sich nach Beendigung eines Telefonats der Sender automatisch abschaltet und

  • Kabelverbindungen für Internetanschluss


Begründung:


Am 19. November 2008 wurde in Nesselwang das Mobilfunk-Minimierungskonzept für das “Allgäuer Land” vorgestellt. Die Idee ist, die Strahlenbelastung so niedrig zu halten, dass gesundheitliche Schäden vermieden werden, gleichzeitig aber mobiles Telefonieren gewährleistet wird. Als Schutzgebiete sind festgelegt: alle dauerhaft bewohnten Gebiete, einschließlich sensibler Einrichtungen (Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, usw.)


Die Bürgermeister des Zweckverbandes nehmen mit diesem Konzept eine verantwortungsvolle Rolle ein, indem sie vorausschauend aktive Vorsorge zum Wohle der Bürger betreiben. Dieses in die Zukunft gerichtete, aufwändige Konzept ist es wert, vom Landkreis aufgegriffen zu werden, um Vorsorge für Bürger in landkreiseigenen Gebäuden um- und fortzusetzen.


Wissenschaft und internationale, auch staatliche Stellen fordern immer häufiger Gesundheitsvorsorge bei Mobilfunk:

  • die EU-Umweltagentur vergleicht W-Lan-Strahlung mit Asbest und fordert die Überarbeitung der Grenzwerte
  • der Bayerische Staat empfiehlt allen Schulen bei Internetanschluss auf Kabel zu setzen
  • in der Stadt Paris wurden die W-Lan-Netze nach gesundheitlichen Beschwerden von Mitarbeitern abgeschaltet
  • in Großbritannien fordert die Lehrerschaft einen vorsichtigeren Umgang mit der W-Lan-Technologie
  • die deutsche Bundesregierung warnt vor W-Lan und empfiehlt herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen
  • das Land Salzburg beschloss, dass W-Lan an Schulen wegen Sicherheits- und Gesundheitsbedenken nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden soll
  • BWM hat zum Schutz seiner Mitarbeiten in betriebseigenen Gebäuden einen Strahlenwert von 100 µW/m² festgelegt und hat diesen durch Techniker umsetzen lassen

Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten 2008

Wie bereits vor 5 Jahren luden die Mobilfunk-Initiativen im Ostallgäu auch diesmal die Direktkandidaten für die Landtagswahlen zu einer Podiumsdiskussion ein. Der Einladung am 17.9.2008 um 20 Uhr beim Voglerwirt in Leuterschach folgten:


Angelika Schorer, CSU – Paul Wengert, SPD – Klara Knestel in Vertretung für Ludwig Reiners, Bündnis90/Grüne – Herbert Heisler, Freie Wähler – Tom Nieberle, ÖDP


Der Abend konzentrierte sich auf drei Themenschwerpunkte: “DSL-Versorgung auf dem Land”, “Standortkonzept” und “Rechte der Kommunen und Städte bei Mobilfunk”.


Jedes Thema wurde mit einem kurzen Referat von Mitgliedern der Mobilfunk-Initiativen eingeleitet. Abschließend stellten die Referenten der Initiativen zwei Fragen zu ihrem Schwerpunktbereich an die Kandidaten. Die Fragen waren den Kandidaten vorab bereits zugestellt worden, damit sie sich gebührend vorbereiten konnten.


Jeder Politiker hatte genau 3 Minuten Zeit zu antworten. Christiane Manthey moderierte souverän und eloquent durch den Abend.

Kunstausstellung "Mobilfunk - und alles strahlt!"

Postkarte - Einladunganlässlich des 5jährigen Bestehens der Mobilfunk-Initiativen Ostallgäu


2. bis 24. Mai 2006


Feierliche Eröffnung: Donnerstag, 4. Mai, 19 Uhr mit Landrat Johann Fleschhut


Ausstellungsort: Landratsamt Ostallgäu, Schwabenstr. 11, Marktoberdorf


Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr: 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr; Di: 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr; Do: 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr


5 Jahre Mobilfunk-Initiativen Ostallgäu – dieses Jubiläum feierten die Mobilfunk-Initiativen mit einer ungewöhnlichen Veranstaltung: Eine Kunstausstellung namhafter, regionaler Künstler, die mit ihren Werken und Objekten das Reizthema Mobilfunk von einer ganz anderen Seite beleuchteten.


Kunst von Petra GimmiKunst von Gudrun GmelchKunst von Maja PogacnikKunst von Angela Grassl


Bereits das Motto der Ausstellung “Mobilfunk – und alles strahlt” ist zweideutig: es bringt zum einen die Freude über 5 Jahre Zusammenhalt, Engagement und Erfolg zum Ausdruck, zum anderen die gesundheitlichen Bedenken gegenüber der Mobilfunktechnik.


Mit der Kunstausstellung wollten die Initiativen auf ihr erfolgreiches 5jähriges Bestehen aufmerksam machen. Insider wissen, dass die erste gemeinsam durchgeführte Aktion vor 5 Jahren im Landratsamt Ostallgäu stattfand. Deshalb war es naheliegend, diesen Ort auch für das Jubiläum zu wählen.


Kunst von Johannes SailerKunst von Johannes SailerKunst von Haymo AletseeKunst von Annemarie Gigl


Kunst von A. Natterer


Durch die Kunstwerke wollten die Initiativen Menschen auf einer Ebene ansprechen, die vielleicht bisher noch nicht erreicht wurden. Das kritische Auseinandersetzen mit dem Thema “Mobilfunk” eröffnet eine weite Spanne von Betrachtungsmöglichkeiten. Jeder Künstler legte andere Schwerpunkte in seine Werke. Die Gemälde und Objekte spiegelten in sehr unterschiedlichen Ansätzen die Gegensätze Natur – Technik, Kommunikation – Sprachlosigkeit, ständige Erreichbarkeit – Einsamkeit wider.


Die Künstler und Mitarbeiter der Mobilfunk-Initiativen freuten sich über einen regen Besuch der Ausstellung.