|
|
Kaufbeuren
Januar 2009:
In Oberbeuren soll eine UMTS-Sendeanlage errichtet werden. Die Initiative entwirft ein Informationsblatt, das an alle Haushalte verteilt wird, zusammen mit einem Fragebogen, um den Bedarf abzufragen.
Oktober 2008: An der Sophie-La-Roche-Realschule werden über mehrere Tage Vorträge über die Gefahren des Mobilfunks für Schüler durch Ulrich Weiner gehalten. Die Eltern bekommen die Möglichkeit, den Referenten an einem der anschließenden Abende zu diesem Thema zu hören.
Oktober 2007:
Nachdem die Stadt nach langem Ringen Dr. v. Klitzing engagiert hat, um einen geeigneten Standort für einen Sendemasten zu finden, der die Bedingungen nach Strahlenminimierung erfüllt, konnte ein Platz in einem Wasserschutzgebiet außerhalb von Oberbeuren ermittelt werden. Ein Vorvertrag ist angeblich bereits unterzeichnet. Unglücklicherweise hat die Stadt die Entscheidung über die Zeitung öffentlich gemacht, bevor vollendete Tatsachen geschaffen waren. Nun laufen die Bürger Sturm: Ein Landwirt, der zwischen Ort und Sendemasten angesiedelt ist und Mobilfunkanlagen kritisch sieht, nahm daraufhin Kontakt mit O2 auf und bot sein Dach als Standort an. Er argumentiert, dass er mit einem Standort auf dem Dach weniger Strahlung abbekommt, als mit einem Standort hinterm Haus. Ebenso wurde ein Brief an die Stadt geschickt, in dem die Zulässigkeit eines Standorts im Wasserschutzgebiet angezweifelt wird. Die aktiven Mobilfunk-Kritiker sitzen nun zwischen den Stühlen: auf der einen Seite haben sie auf ihr Betreiben hin einen verträglichen Standort in Aussicht, auf der anderen Seite erscheinen sie in den Augen der kritischen Bürger als unglaubwürdig, weil sie dem Mobilfunkmasten zustimmen. Es findet nun eine Versammlung statt, in der die Stadt zusammen mit Dr. v. Klitzing die Pläne der Öffentlichkeit vorstellt. Sollte der Mast nicht gebaut werden, droht die Gefahr, dass O2 auf privatem Gelände Standorte findet, welche unkontrollierbare Belastungen mit sich bringen.
Juni 2007:
In einer Stadtratssitzung vergangenen Herbst wurde ein Mobilfunk-Gesamtkonzept für Kaufbeuren abgelehnt. Auf einer Bürgerversammlung im Stadtteil Oberbeuren wurden dem Oberbürgermeister daraufhin Listen mit 1300 Unterschriften überreicht, in denen sich Bürger gegen den weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes aussprechen und für eine gesundheitsverträgliche Lösung votieren. Außerdem wurde ein schriftlicher Antrag gestellt, in dem die Stadt Kaufbeuren aufgefordert wird, sich einen fachkompetenten Berater zu nehmen, der eine Standortbegutachtung vornimmt und bewertet. Die Bürger stimmten mittels Handzeichen mehrheitlich für diesen Antrag und nun muss sich der Bauausschuss binnen drei Monaten noch einmal mit diesem Thema auseinandersetzen. Es wurde jetzt offensichtlich beschlossen, Dr. von Klitzing als Berater zu engagieren, der dann neue Standorte begutachten soll. Alte Standorte sind bislang leider davon ausgenommen, was den örtlichen Initiativen so nicht gefällt. Es sei von Seiten der Stadt bald eine Info-Veranstaltung im Stadtsaal mit Herrn Dr. von Klitzing geplant.
Ausgangssituation:
Unter anderen wurden in Kaufbeuren auf einem Feuerwehrturm vor einiger Zeit eine D1-, D2- und E-Plus-Sendeanlage errichtet. Bis vor wenigen Jahren war der Turm nur für Radio und Eurosignal genutzt worden. Als die Mobilfunksender errichtet wurden, sammelten die Bürger Unterschriften. Um ein Bürgerbegehren in die Wege zu leiten, hätten sie ca. 3700 bis 4000 Stimmen gebraucht. Sie sammelten etwa 1500 Unterschriften. Unglücklicherweise wurden während der Sammlung ca. 150 Unterschriften unterschlagen. Die Aktion erhielt einen Rückschlag, das Bürgerbegehren kam nicht zustande, die Aktion verlief im Sande.
2004 sollte auf dem Neubau des Finanzamtes eine Sendeanlage errichtet werden. Nachdem das neue Gebäude niedriger ausfallen sollte, als der alte Bau, bildete sich massiver Widerstand unter den Mitarbeitern der Behörde. Nach harten Verhandlungen, Unterschriftensammlungen in der gesamten Nachbarschaft und weiteren Aktionen sollte die Sendeanlage zuletzt auf einen Masten auf dem Grundstück errichtet werden.
Stand 2009
Die Sender und ihre Standorte
zurück zur Auswahl

|
|
|
|